>Historie
 

Sprudelndes Heilwasser aus Bad Weilbach
bescherte Flörsheim Dekaden des Ruhms



Goethe betrachtete "Fülle und Gehalt" der Bad Weilbacher Faulbornquelle bereits 1814 "nicht ohne Neid". Dazu registrierte er lobend, die Quelle sei "sorgsam gefasst und zur Füllung der Krüge die nötige Anstalt getroffen".

Die erste urkundliche Erwähnung der Faulbornquelle war um 1650. Anwohner schwörten auf die heilende Wirkung bei Haut- und Unterleibserkrankungen. Jedoch dauerte es bis 1783, bis Kurfürst Friedrich Carl Joseph von Mainz von der heilenden Quelle berichtet wurde. Er ließ das Wasser von Experten an der Universität Mainz untersuchen. 1786 wurde die Quelle eingefasst und ihr Wasser, versehen mit dem kurfürstlichen Wappen, verkuaft.

1837/1838 wurde das heutige Palais Weilbach als Kurhaus mit Badeeinrichtung im klassizistischen Stil erbaut. 1866 ging das Anwesen in preußischen Besitz über, was dem Badeort ein weiteres Gebäude mit Inhaliertrakt, das Kavaliershaus, einbrachte.

Bad Weilbach konnte im Laufe der Zeit mit den anderen regionalen Kurstädten wie Bad Homburg, Bad Soden oder Wiesbaden vor allem in kultureller Hinsicht nicht mehr konkurrieren, was 1911 zum Verkauf der Anlage an den "Verein für wirtschaftliche Frauenschulen auf dem Lande" führte. Brunnen und Kurpark waren weiterhin frei zugänglich. 1984 wurde das unter Denkmalschutz stehende Kurhaus dann in moderne und exklusive Eigentumswohnungen mit hohen Decken und eingezogenen Galerien umgebaut.

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